Gerechtigkeit für Suliamon Olufemi!

Die Gruppe Frankfurt Mitte von Amnesty International betreut den Einzelfall Suliamon Olufemi in Saudi-Arabien:

Suliamon Olufemi ist nigerianischer Staatsbürger und arbeitete in Saudi-Arabien. Er und andere Nigerianer wurden im September 2002 im Zusammenhang mit Tumulten zwischen afrikanischen Autowäschern und der lokalen Bevölkerung in Jeddah festgenommen, bei denen ein Polizist getötet wurde. Suliamon Olufemi wurde Ende 2004 zum Tode verurteilt. Das Gerichtsverfahren gegen ihn und die anderen Angeklagten war in hohem Maße unfair, da es unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, die Angeklagten über keinen Rechtsbeistand verfügten und der Prozess auf Arabisch, einer Sprache, der die Angeklagten nicht mächtig waren, ohne Dolmetscher und Übersetzung der Gerichtsakten ablief.

Ihm droht die Hinrichtung. Er hat inzwischen sämtliche Rechtsmittel ausgeschöpft. Während elf seiner Mitangeklagten im April aus der Haft entlassen wurden, nachdem sie ihre 15-jährigen Haftstrafen verbüßt hatten, droht Suliamon Olufemi die Vollstreckung seines Todesurteils.

Wir versuchen durch Schreiben an die zuständigen saudi-arabischen Stellen, die Hinrichtung von Suliamon Olufemi abzuwenden, und bitten um die Einhaltung internationaler Standards für ein faires Gerichtsverfahren. Darüber wenden wir uns auch an die zuständigen nigerianischen Stellen, damit diese sich für Suliamon Olufemi als nigerianischen Staatsbürger einsetzen. Weiterhin bitten wir auch deutsche Stellen, sich für Suliamon Olufemi zu verwenden.

https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/drohende-hinrichtung-0